Heiraten in der Gemeinde Haselbachtal

Der Bund fürs Leben hat sich zwar im Laufe der Zeit auf verschiedene Art und Weise geändert, nach wie vor jedoch keineswegs an Bedeutung verloren. Ist er heute von der romantischen Vorstellung von immerwährender Liebe geprägt, standen früher in erster Linie zweckdienliche Angelegenheiten im Vordergrund. Doch schon seit Urzeiten wird das Hochzeitsritual gepflegt, um die Dauerlebensgemeinschaft zwischen Mann und Frau zu besiegeln. 1855 wurde in Deutschland die erste zivilrechtliche Trauung durchgeführt. Im Jahr 1876 wurden in ganz Deutschland staatliche Standesämter eingeführt, in denen die (Zivil-)Ehe (althochdeutsch: ewa“ – Ewigkeit, Recht und Gesetz) unabhängig von einem weltanschaulichen Bekenntnis geschlossen wird. Seit dem 1. August 2001 kann gleichgeschlechtlichen Beziehungen mit der Begründung einer Lebenspartnerschaft ein zu großen Teilen den Rechtsfolgen der Ehe entsprechender rechtlicher Rahmen gegeben werden.

Gemäß § 14 Absatz 2 PStG wird die Eheschließung in einer der Bedeutung der Ehe entsprechenden Form, welche dem Standesbeamten eine ordnungsgemäße Vornahme seiner Amtshandlung ermöglicht, vorgenommen. Ohne weitere Prüfung für Eheschließungen geeignet sind in der Gemeinde Haselbachtal das Trauzimmer im Karoline-Rietschel-Haus in Gersdorf, die Kulturmühle in Bischheim und die Schmiede im Steinbruchmuseum in Häslich.